Wie Kälte im Körper wirkt
ICE CYCLONE G900 CRYO KÄLTEKAMMER
Kältetherapie wirkt nicht allein durch niedrige Temperaturen. Entscheidend ist, wie schnell die Hautoberfläche abkühlt und welche Reaktionen dadurch im Körper ausgelöst werden.
Die kontrollierte Ganzkörperkälte setzt gezielte Reize, die Durchblutung, Regeneration und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen können.
Warum die Hauttemperatur entscheidend ist
Damit die Ganzkörperkälteanwendung ihre volle Wirkung entfalten kann, sollte die Hautoberflächentemperatur auf etwa 5°C absinken. Erst ab diesem Punkt werden die gewünschten Reaktionen ausgelöst, die für die positiven Effekte der Kälteanwendung verantwortlich sind.
Der Körper reagiert auf schnelle Hautabkühlung mit Schutz- und Anpassungsmechanismen. Blutgefäße ziehen sich zunächst zusammen und erweitern sich anschließend wieder.
Diese Reaktion kann:
- die Durchblutung fördern
- Stoffwechselprozesse aktivieren
- Regenerationsprozesse unterstützen
Die Wirkung entsteht also nicht durch extreme Minusgrade allein, sondern durch den gezielten Kältereiz auf der Haut. Dadurch entsteht ein intensiver und homogener Kältereiz.
Studie zum Thema:

Der Windchill-Effekt: warum bewegte Luft stärker wirkt
Bewegte kalte Luft entzieht der Haut schneller Wärme als ruhende Luft. Dieser Effekt wird als Windchill bezeichnet.
Durch die gleichmäßige Luftzirkulation entsteht ein intensiver Kälteimpuls, obwohl die tatsächliche Lufttemperatur moderat bleibt. Das ermöglicht eine kontrollierte, effektive und zugleich angenehme Anwendung.
Endorphinausstoß
Der Endorphinausstoß hängt stark von der raschen Abkühlung der Hautoberflächentemperatur ab. Entscheidend ist dabei weniger die absolute Kälte allein, sondern vor allem:
- die Geschwindigkeit des Temperaturabfalls (Kälteschock-Effekt)
- die Aktivierung der Kälterezeptoren in der Haut
- die plötzliche Stressreaktion des Körpers, die das zentrale Nervensystem stimuliert

Durch die schnelle Abkühlung werden starke Reize an das Gehirn gesendet. Daraufhin schüttet der Körper vermehrt Endorphine, Noradrenalin und Adrenalin aus. Das führt zu:
- gesteigertem Wohlbefinden
- Schmerzreduktion
- mentaler Klarheit und Energie
- dem typischen „Kick“ nach intensiver Kälte
Praxisrelevant:
Je schneller und intensiver die Hauttemperatur sinkt (z. B. durch sehr kalte, trockene Luft und hohe Kühlleistung), desto stärker fällt in der Regel die neurochemische Reaktion aus. Genau deshalb erzielen leistungsstärkere Kryosysteme deutlich intensivere Effekte.
Durch einen zirkulierenden Kaltluft-Cyclone , der den Körper vollständig umströmt, wird die Wärmeabgabe primär über forcierte Konvektion gesteigert.
Je höher die Strömungsintensität des Cyclone , desto effektiver wird die isolierende Luftschicht an der Hautoberfläche permanent erneuert. Dadurch erhöht sich der Wärmeübergangskoeffizient, was zu einer beschleunigten Absenkung der Hauttemperatur führt – unabhängig von der absoluten Lufttemperatur.
Physikalisch bedeutet das:
- stärkere Umströmung →
- schnellere Wärmeabfuhr →
- raschere Hautkühlung
Physiologisch resultiert daraus:
- schnellere Aktivierung der Thermorezeptoren
- frühere sympathische Stressantwort
- zügige Endorphin- und Katecholaminfreisetzung
Der Cyclone wirkt somit nicht nur als Transportmedium für kalte Luft, sondern als entscheidender Verstärker der Kühlrate. Eine intensivere Umströmung führt zu einer schnelleren, gleichmäßigeren Kälteexposition und damit zu einer frühzeitigen neuroendokrinen Reaktion. Je stärker und homogener der Kaltluft-Cyclone den Körper umströmt, desto schneller wird Wärme abgeführt – und desto schneller reagiert der Organismus neurophysiologisch.
Wie sich die Anwendung anfühlt
Die Anwendung dauert nur wenige Minuten. Die trockene Kälte wird oft als belebend und aktivierend beschrieben. Durch die kontrollierte Luftzirkulation entsteht ein gleichmäßiger Kältereiz ohne unangenehme Kälteschocks.
Hinweis
Die Anwendung ersetzt keine medizinische Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen sollte vorab ärztlicher Rat eingeholt werden.